Roman Switschkar: „Es gibt viele starke Athleten, aber ihr werdet später von ihnen hören“
18. April 2025 — Der zweifache Medaillengewinner bei Fechtweltmeisterschaften Roman Switschkar teilte in einem Interview mit Tribuna.com seine Gedanken zur Entwicklung des Fechtsports in der Ukraine.
Zur Zugänglichkeit des Fechtens für Kinder
— Fußball ist als Breitensport einfach zu beginnen – man braucht nur einen Ball. Wie hoch ist die Einstiegshürde beim Fechten?
— Am Anfang helfen lokale Verbände, indem sie Ausrüstung bereitstellen. In Charkiw hat das Team von UNIC einen Club gegründet, in dem Kinder ein Jahr lang kostenlos fechten können. Später muss man sich dann eigene Ausrüstung anschaffen.
Zur Infrastruktur
— Wie gut ist die Infrastruktur in der Ukraine ausgebaut?
— Kiew ist die Hochburg des Fechtens – es gibt viele Clubs auf beiden Seiten des Flusses. Auch in Charkiw gibt es drei oder vier Orte zum Trainieren.
Fechthallen im Krieg
— Was ist mit dem „Unifecht“-Komplex, der getroffen wurde?
— Das Fechten dort lebt weiter. Ein Teil des Gebäudes wurde repariert, wir trainieren dort. Eine Hälfte ist geschlossen, die andere offen – und viele Menschen kommen.
Die Lage im Süden
— Wie sieht es in Mykolajiw, Odessa und Saporischschja aus?
— Es ist schwierig. Viele Kinder sind gegangen. Wir müssen Fechten wieder populär machen.
Junge Männernationalmannschaft
— Gibt es vielversprechende Jugendliche?
— Die Altersgruppe 17–20 ist sehr stark. Es gibt auch eine U13-Liga mit Erfolgen. Bald wird man von ihnen hören.
Über Maksym Perchuk
— Wie sehen Sie seine Zukunft?
— Gratulation an Maksym! Er hat bereits Medaillen bei U17-WMs und FIE Satellite-Turnieren geholt. Er ist sehr talentiert.
Ich wünsche ihm und seinem Trainer Ruslan Tymoschenko viel Erfolg – hoffentlich fordern sie bald unsere Nationalmannschaft heraus.
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